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WD 9208: Johann Sebastian Bach:
Brandenburgische Konzerte Nr.3, 4, 5 sowie Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Playaden-Ensemble, Leitung Conrad Zwicky
(Fr. 20.-)

Musikbeispiel

Detailinfo

Warenkorb ansehen

Werke

Johann Sebastian Bach:

Brandenburgische Konzerte Nr. 3, 4 und 5

Violinkonzert E-Dur BWV 1042

Trackliste mit Hörbeispielen

Interpret(en)

Playadenensemble. Solisten:

Brandenburgisches Konzert Nr. 4
René Häfelfinger, Hanspeter Küng, Blockflöten, Andreas Fischer, Violine

Brandenburgisches Konzert Nr. 5
Regula Schwarzenbach, Flöte, Andreas Fischer, Violine, Conrad Zwicky, Cembalo

Violinkonzert E-Dur (Rachel Späth)

Gattung

Barocke Konzerte

Charakter

festlich, feierlich

Epoche

Barock

Booklet in

und
=====> Deutsch, Englisch

Besetzung

+ +
=====> Trompete, Oboen, Streicher, Cembalou.a.

Die bei dieser Aufnahme verwendeten zweimanualigen Cembali in historischer Bauweise sind Zuckermann-Instrumente, gebaut von Conrad Zwicky. Französisches Cembalo (Länge 238cm) und Flämisches Cembalo (Länge 220cm).

Aufnahmeort

Bühlkirche, Zürich-Wiedikon

Totale Aufnahmedauer

ca. 43 Min. DDD

Copyright ©

Wiediscon / 1994

EAN-Code

3. Brandenburgisches Konzert (G-Dur, BWV 1048)

Dieses heute meistgespielte Brandenburgische Konzert ist ganz anderer Art. Geschrieben ist es für neun Streicher (drei Violinen, drei Bratschen, drei Violoncelli) und Basso continuo. Durch die nach Klanghöhe geordneten Gruppen erhält der Komponist die Möglichkeit eines alle Teile motivisch eng miteinander verknüpfenden polyphonen Musizierens. Der erste Satz (alla breve) ist ein Wunderwerk musikalischer Arbeit. Reguläre Soli und Tutti kennt der Satz nicht, vielmehr mischt er venezianische Dreichörigkeit mit Soli. Der Grundrhythmus, ein Wechsel von zwei Sechzehnteln und einem Achtel, bestimmt den ganzen Satz. Hier haben wir die thematische Arbeit der Klassiker bereits in Reinkultur. - Dem vitalen ersten Satz folgte ursprünglich kein langsamer Satz. An seiner Stelle stehen nur zwei, nach der damaligen Praxis kadenzierend auszuführende Adagioakkorde. In der hier vorliegenden Einspielung aber wird der langsame Satz aus der Triosonate für Violine, Violoncello und Cembalo (BWV1021, e-Moll) als šberleitung zum Schlussatz (Allegro, 12/8) eingefügt. Dieser ist in Form einer Gigue gestaltet, deren feurige Sechzehntelpassagen den Satz von Anfang bis Ende durchpulsen.

 

4. Brandenburgisches Konzert (G-Dur BWV 1049)
Dieses Konzert ist auf durchsichtigen, zarten Klang gestellt. In der Sologruppe gehören die beiden Blockflöten zusammen und stehen dem virtuos angelegten Violinpart gegenüber. Auch hier wird keine steife Abwechslung von Soli und Tutti gebracht. Alles ist durch kontrapunktische Arbeit aufgelockert. Der erste Satz (Allegro, 3/8) wird von den beiden Flöten im wiegenden Dreiertakt eröffnet. Im Mittelabschnitt dominiert die Solovioline. Der Schlussteil ist eine Wiederholung des ersten. Als zweiter Satz (e-Moll, 3/4) folgt ein ernstes Andante. Sologruppe und Tutti musizieren gemeinsam. Eine kleine Kadenz der 1. Flöte führt in die Schlussakkorde. Der Satz endet auf der Dominante (H-Dur). Das Fugenthema des dritten Satzes (Presto, alla breve) hat einen heiteren Charakter. Zwischen die Fugenteile sind Intermezzi der Soloinstrumente, die das Thema konzertierend durchführen, eingefügt.

 

5. Brandenburgisches Konzert (D-Dur, BWV 1050)

In der Sologruppe dieses Werkes (Flöte, Violine und Cembalo) tritt das Cembalo brillant konzertierend hervor. Fast möchte man von einem Cembalokonzert sprechen. Der erste Satz (Allegro, alla breve) ist durch enge Verzahnung von Tutti und Soli charakterisiert. Dieses "Ineinanderweben" von Soloinstrumenten und Streichorches-ter ergibt ein Klangspiel von überwältigender Schönheit. Das Auffallendste dieses Satzes ist aber die 65taktige virtuose Kadenz des Cembalo. Das grosse Solo des Cembalo entwickelt noch einmal das Hauptthema, um dann mit einem langen Orgelpunkt und einer Kadenz zu einem kurzen Tuttiabschluss des Satzes zu führen. Im zweiten Satz (Affetuoso, h-Moll, 4/4) herrscht eine empfindsame, zärtliche Stimmung. Es ist ein kanonisches Terzett der Soloinstrumente, untermalt von der Bassstimme. Der dritte Satz (Allegro, 2/4), wiederum eine Fuge, deren Thema hier einen ausgeprägten Giguecharakter zeigt, macht deutlich, wie Bach mit diesem "Kunstgriff" eine strenge Form in eine heitere, unbeschwerte zu verwandeln weiss. Sologruppe und Tutti wirken wieder eng zusammen. Bedeutend ist ein stark kontrastierender h-Moll-Mittelteil mit einem kantablen zweiten Thema, das jedoch "nur" eine Umformung des Fugenthemas ist.


Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Auch dieses Konzert ist in Köthen (1720) entstanden und repräsentiert neben dem eher strengen a-Moll-Konzert Bachs festliche, lebendige und volkstümliche Musizierhaltung. Im ersten Satz (Allegro, alla breve) wird der Charakter des Konzertes gleich im ersten Takt fixiert. Ein Orchestertutti stellt ihn vor. Das Thema - bestehend aus zwei Abschnitten - beginnt mit dem E-Dur-Dreiklang. Tänzerisch beschwingt wird dann im zweiten Abschnitt des Themas diese Dreiklangsmelodik aufgelöst. Der zweite Satz (Adagio, cis-Moll, 3/4), ähnlich gearbeitet wie der Mittelsatz des a-Moll-Konzertes, ist eine innige und klagende Melodie über einem Basso ostinato. Hier entfaltet sich die Solopartie der Violine in einer weit ausschwingenden Kantilene. - Das Rondofinale (E-Dur, 3/8) mit seiner wahrhaft dionysischen Lebensfreude hebt sich stark vom Mittelsatz ab. Schwungvoll und freudig wechseln Tuttirefrain und Solovioline ab. Ein letztes Solo bringt durch eine beträchtliche Erweiterung und betonte Virtuosität eine wirkungsvolle Schlussteigerung in dieses Werk.

Gesamtkatalog

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WD 9208: Johann Sebastian Bach:
Brandenburgische Konzerte Nr.3, 4, 5 sowie Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Playaden-Ensemble, Leitung Conrad Zwicky
(Fr. 20.-)

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Johann Sebastian Bach:

Brandenburgische Konzerte Nr. 3, 4 und 5

Violinkonzert E-Dur BWV 1042

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Interpret(en)

Playadenensemble. Solisten:

Brandenburgisches Konzert Nr. 4
René Häfelfinger, Hanspeter Küng, Blockflöten, Andreas Fischer, Violine

Brandenburgisches Konzert Nr. 5
Regula Schwarzenbach, Flöte, Andreas Fischer, Violine, Conrad Zwicky, Cembalo

Violinkonzert E-Dur (Rachel Späth)

Gattung

Barocke Konzerte

Charakter

festlich, feierlich

Epoche

Barock

Booklet in

und
=====> Deutsch, Englisch

Besetzung

+ +
=====> Trompete, Oboen, Streicher, Cembalou.a.

Die bei dieser Aufnahme verwendeten zweimanualigen Cembali in historischer Bauweise sind Zuckermann-Instrumente, gebaut von Conrad Zwicky. Französisches Cembalo (Länge 238cm) und Flämisches Cembalo (Länge 220cm).

Aufnahmeort

Bühlkirche, Zürich-Wiedikon

Totale Aufnahmedauer

ca. 43 Min. DDD

Copyright ©

Wiediscon / 1994

EAN-Code

3. Brandenburgisches Konzert (G-Dur, BWV 1048)

Dieses heute meistgespielte Brandenburgische Konzert ist ganz anderer Art. Geschrieben ist es für neun Streicher (drei Violinen, drei Bratschen, drei Violoncelli) und Basso continuo. Durch die nach Klanghöhe geordneten Gruppen erhält der Komponist die Möglichkeit eines alle Teile motivisch eng miteinander verknüpfenden polyphonen Musizierens. Der erste Satz (alla breve) ist ein Wunderwerk musikalischer Arbeit. Reguläre Soli und Tutti kennt der Satz nicht, vielmehr mischt er venezianische Dreichörigkeit mit Soli. Der Grundrhythmus, ein Wechsel von zwei Sechzehnteln und einem Achtel, bestimmt den ganzen Satz. Hier haben wir die thematische Arbeit der Klassiker bereits in Reinkultur. - Dem vitalen ersten Satz folgte ursprünglich kein langsamer Satz. An seiner Stelle stehen nur zwei, nach der damaligen Praxis kadenzierend auszuführende Adagioakkorde. In der hier vorliegenden Einspielung aber wird der langsame Satz aus der Triosonate für Violine, Violoncello und Cembalo (BWV1021, e-Moll) als šberleitung zum Schlussatz (Allegro, 12/8) eingefügt. Dieser ist in Form einer Gigue gestaltet, deren feurige Sechzehntelpassagen den Satz von Anfang bis Ende durchpulsen.

 

4. Brandenburgisches Konzert (G-Dur BWV 1049)
Dieses Konzert ist auf durchsichtigen, zarten Klang gestellt. In der Sologruppe gehören die beiden Blockflöten zusammen und stehen dem virtuos angelegten Violinpart gegenüber. Auch hier wird keine steife Abwechslung von Soli und Tutti gebracht. Alles ist durch kontrapunktische Arbeit aufgelockert. Der erste Satz (Allegro, 3/8) wird von den beiden Flöten im wiegenden Dreiertakt eröffnet. Im Mittelabschnitt dominiert die Solovioline. Der Schlussteil ist eine Wiederholung des ersten. Als zweiter Satz (e-Moll, 3/4) folgt ein ernstes Andante. Sologruppe und Tutti musizieren gemeinsam. Eine kleine Kadenz der 1. Flöte führt in die Schlussakkorde. Der Satz endet auf der Dominante (H-Dur). Das Fugenthema des dritten Satzes (Presto, alla breve) hat einen heiteren Charakter. Zwischen die Fugenteile sind Intermezzi der Soloinstrumente, die das Thema konzertierend durchführen, eingefügt.

 

5. Brandenburgisches Konzert (D-Dur, BWV 1050)

In der Sologruppe dieses Werkes (Flöte, Violine und Cembalo) tritt das Cembalo brillant konzertierend hervor. Fast möchte man von einem Cembalokonzert sprechen. Der erste Satz (Allegro, alla breve) ist durch enge Verzahnung von Tutti und Soli charakterisiert. Dieses "Ineinanderweben" von Soloinstrumenten und Streichorches-ter ergibt ein Klangspiel von überwältigender Schönheit. Das Auffallendste dieses Satzes ist aber die 65taktige virtuose Kadenz des Cembalo. Das grosse Solo des Cembalo entwickelt noch einmal das Hauptthema, um dann mit einem langen Orgelpunkt und einer Kadenz zu einem kurzen Tuttiabschluss des Satzes zu führen. Im zweiten Satz (Affetuoso, h-Moll, 4/4) herrscht eine empfindsame, zärtliche Stimmung. Es ist ein kanonisches Terzett der Soloinstrumente, untermalt von der Bassstimme. Der dritte Satz (Allegro, 2/4), wiederum eine Fuge, deren Thema hier einen ausgeprägten Giguecharakter zeigt, macht deutlich, wie Bach mit diesem "Kunstgriff" eine strenge Form in eine heitere, unbeschwerte zu verwandeln weiss. Sologruppe und Tutti wirken wieder eng zusammen. Bedeutend ist ein stark kontrastierender h-Moll-Mittelteil mit einem kantablen zweiten Thema, das jedoch "nur" eine Umformung des Fugenthemas ist.


Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Auch dieses Konzert ist in Köthen (1720) entstanden und repräsentiert neben dem eher strengen a-Moll-Konzert Bachs festliche, lebendige und volkstümliche Musizierhaltung. Im ersten Satz (Allegro, alla breve) wird der Charakter des Konzertes gleich im ersten Takt fixiert. Ein Orchestertutti stellt ihn vor. Das Thema - bestehend aus zwei Abschnitten - beginnt mit dem E-Dur-Dreiklang. Tänzerisch beschwingt wird dann im zweiten Abschnitt des Themas diese Dreiklangsmelodik aufgelöst. Der zweite Satz (Adagio, cis-Moll, 3/4), ähnlich gearbeitet wie der Mittelsatz des a-Moll-Konzertes, ist eine innige und klagende Melodie über einem Basso ostinato. Hier entfaltet sich die Solopartie der Violine in einer weit ausschwingenden Kantilene. - Das Rondofinale (E-Dur, 3/8) mit seiner wahrhaft dionysischen Lebensfreude hebt sich stark vom Mittelsatz ab. Schwungvoll und freudig wechseln Tuttirefrain und Solovioline ab. Ein letztes Solo bringt durch eine beträchtliche Erweiterung und betonte Virtuosität eine wirkungsvolle Schlussteigerung in dieses Werk.

Gesamtkatalog